Wir haben die Prozesse “Programmakkreditierung durchführen” bzw. “Curriculum entwickeln” bzw. “Studiengang einführen” einiger Hochschulen analysiert.

Daraus ist in verschiedenen Beratungsprojekten unser eigener Prozess entstanden, den wir Hochschulen gerne zur Verfügung stellen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie interessiert sind!

 

In einigen Fällen sind die Aufgabenstellung und der Bearbeitungsprozess klar und die Aufgabe kann mit Standardsoftware wie sie im MS-Office-Paket enthalten ist, bearbeitet werden.

Schon eine Software für die Buchhaltung muss an den Bedarf der Organisation angepasst werden. Im Beispiel Buchhaltung sind die gesetzlichen Anforderungen und die “übliche Vorgehensweise” bei allen Firmen oder allen Hochschulen jeweils ähnlich. Die Anpassung ist meistens durch die einmalige Konfiguration zahlreicher Einstellungen (Parametrisierung) möglich, daher kann auch hier von Standardsoftware gesprochen werden, auch wenn ein möglicherweise umfangreiches einmaliges Einführungsprojekt durchgeführt werden muss.

Die Campus Management Systeme der Hochschulen unterscheiden sich erheblich. Auch Hochschulen, die auf die Lösungen der HIS GmbH setzen stellen fest, dass sich ihre Installationen wesentlich unterscheiden. Das liegt einerseits in der vergleichsweise langen Historie der HIS-Software, von der zahlreiche verschiedene Versionen im Markt sind und andererseits daran, dass die einzelnen Komponenten innerhalb einer Hochschule zu unterschiedlichen Zeitpunkten kombiniert und angepasst wurden.

Mit der neuen Programmversion HISinOne soll dieses besser werden. Niemand -und zuletzt der Anbieter HIS GmbH- käme aber auf die Idee, dieses ohne eine Analyse der Prozesse einer Hochschule zu realisieren. Im Gegenteil: Das organisatorische Vorprojekt zur Vorbereitung des Einführungsprojekts HISinOne ist zwingend erforderlich.

In diesem Vorprojekt stellen einige Hochschulen fest, dass es erheblichen organisatorischen Handlungsbedarf im eigenen Hause gibt und dass der Markt inzwischen auch andere Lösungen für Campus Management Systeme anbietet.

Allein schon aus diesem Grund ist die organisatorische Vorüberlegung “Analyse der Hochschulprozesse” angeraten.

Glücklicherweise sind nicht alle Software-Themen der Hochschule so komplex wie das Thema Campus Management. Spezielle Aufgabenstellungen können einfacher gelöst werden.

Jedoch nur, wenn der Bearbeitungsprozess klar ist.

Daher sollte die Hochschule nur Softwareanbieter zur Präsentation ihrer Lösungen einladen, die den Bearbeitungsprozess “mitbringen”, d.h. durch einen eigenen Referenzprozess und durch Prozessanalyse und -synthese in Hochschulen nachgewiesen haben, dass sie über das organisatorische Handwerkszeug zur erfolgreichen Bearbeitung eines solchen Projektes verfügen.

 

Die Akkreditierung von Studiengängen (Programmakkreditierung) oder von Qualitätssicherungssystemen (Systemakkreditierung) an Hochschulen ist ein Organisationsthema.

Zuerst müssen bestehende Abläufe an der Hochschule erhoben, verbessert und dokumentiert werden. Diese Geschäftsprozesse sind insbesondere hinsichtlich der “Freigabe von Dokumenten” und ihrer “zeitlichen Gültigkeit” spannend, da hier regelmässig rechtliche Rahmenbedingungen und eine hohe organisatorische Komplexität zu berücksichtigen sind.

Die Durchführung einer Programmakkreditierung erfüllt alle wesentlichen Kriterien eines Projekts: Alle 5 bis 7 Jahre wieder -und damit “einmalig” aus der Sicht der Betroffenen im Studiengang, da inzwischen Erinnerungen meist und handelnde Personen manchmal verblasst sind- muss zu einem festen Endtermin mit (sehr) begrenzten Ressourcen ein “einmaliges Produkt” erzeugt werden, das in dieser Form nicht wieder verwendet werden kann. Hier wird Projektmanagement-Know how benötigt.

Der Übergang von der Programmakkreditierung zur Systemakkreditierung bedeutet die Etablierung einer Qualitätskultur, die sich weder von selbst einstellt noch durch Technikeinsatz zwangsweise herbeiführen lässt. Dieses erfordert Erfahrung im Change Management.

Es gibt zahlreiche Betroffene und im schlechtesten Fall genauso viele Beteiligte. Die Lösung liegt im Auslagern der sogenannten Unterstützungsprozesse, die auch von Querschnittsabteilungen geleistet werden können.

Qualitätsmanagement ist ein Routineprozess. Insbesondere Hochschullehrer sind darin häufig ungeübt – einige möglicherweise unwillig. Eine Abteilung Qualitätsmanagement ist außerdem geeigneter, die 7-Jahre-Einmalprojekte zu bearbeiten.

Was ist nun zu tun?

Die Hochschulleitung ist aufgefordert, dieses Organisationsthema zu adressieren.

Aus unserer Sicht kommen dazu nur Spezialisten in Frage, die einerseits die bestehenden Hochschulprozesse zukunftsgerichtet weiter entwickeln können und andererseits die zwangsläufigen Fragen der Lehrorganisation von der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Lehre trennen können.

 

Die Programmakkreditierung durch externe, öffentlich bestellte Akkreditierungsagenturen kann kein Dauerzustand sein. Er war auch nur als Übergangslösung gedacht, selbst wenn es nicht so kommuniziert worden ist.

Die Übergangslösung “externe Qualitätsprüfung” war sinnvoll, weil es keine Qualitätsmanagementkultur in Hochschulen gab. Die Hochschulen haben Autonomie von der Gängelung durch das Ministerium bekommen und mussten im Gegenzug die “Qualität des Ergebnisses” eines Studiengangs von den ihrerseits beim Akkreditierungsrat akkreditierten Akkreditierungsagenturen akkreditieren lassen.

(Kein Wunder, dass man eine gewisse Abneigung gegen dieses Wort bekommt, wenn 2 Rollen und 2 Aufgaben in diesem eigentlich sinnvollen Prozess mit demselben Begriff infiziert wurden!!)

Moderne Hochschulen haben diese Autonomie genutzt. Sie haben ihre Geschäftsprozesse erhoben, in einigen Fällen optimiert und in nicht allen Fällen richtig dokumentiert.

Der nächste Schritt ist die Systemakkreditierung oder eine andere Zertifizierung, die über die Qualität der Geschäftsprozesse eine belastbare Aussage trifft.

Damit ist die Systemakkreditierung in erster Linie ein Organisationsthema. Dazu werde ich in den folgenden Beiträgen etwas schreiben.

 

Akkreditierungsberater.de hat 2009 die Entwicklung von Modulhandbuch.de gestartet und bis März 2011 intensiv begleitet.

Die aktuelle Version von Modulhandbuch.de wird nicht weiter entwickelt. Eine neue Version wurde von cockpit4 erst für “Frühjahr 2012″ angekündigt.

Daher haben wir uns entschieden, Modulhandbuch.de nicht weiter einzusetzen und den Hochschulen alternative Softwarelösungen vorzuschlagen, die von ihren Lieferanten oder von der Open Source-Community in kürzeren Zyklen aktiv weiter entwickelt werden.

Keine Software ist perfekt. Verbesserungen und Kundenwünsche müssen aber laufend umgesetzt werden. Dabei sind kleine Schritte besser als große, denn beim Einsatz von Software sind sowohl in der Hochschule als auch beim Lieferanten immer auch organisatorische Fragestellungen zu lösen.

Wie schon früher gesagt: Akkreditierungsberater.de ist unabhängig von einzelnen Lieferanten und nur den Hochschulen als Kunden verpflichtet.

 

Sie halten die Vorlesung schon seit Jahren – und nun scheitern Sie an der Modulbeschreibung?

Sie sollen Kompetenzen beschreiben und einen Qualifikationsrahmen berücksichtigen. Vielleicht haben Sie sogar eine 20-seitige Handreichung mit Hinweisen und Formulierungsvorschlägen für das Modulhandbuch bekommen. Oder Sie googlen selbst nach den Zielen der Bologna-Reform, der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des Akkreditierungsrats oder der Akkreditierungsagentur.

Jedenfalls verwenden Sie erhebliche Zeit darauf, die Darstellung Ihres Moduls oder Ihrer Lehrveranstaltung für die Akkreditierung des Studiengangs zu erarbeiten – wo Sie diese Zeit doch besser in den Inhalt investieren könnten!

Keine Lust auf Akkreditierung?

Wir prüfen Ihre Modulbeschreibung in unserem Modulcheck und schlagen Ihnen geeignetere Formulierungen vor. Testen Sie uns!

 

Sie haben Ziele im Studiengang und kommunizieren diese auch.

Entsteht ein Dialog daraus?

Gute Kommunikation bedeutet, die Rückmeldung des Empfängers anzunehmen und in der weiteren Kommunikation zu berücksichtigen.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Jugendlichen vor dem Abitur, von Bachelorstudenten als Quellen für Bewerber um einen Studienplatz und von der Wirtschaft als Abnehmer für die Absolventen des Studiengangs?

Wenn Sie Ihre Ziele vermitteln können und aus dem Feedback Ihrer Zielgruppen erkennen können, dass die Ziele des Studiengangs richtig sind, dürfen Sie sich zur sehr elitären Gruppe der kundenorientierten Studiengänge zählen.

Sie haben die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung Ihres Studiengangs geschaffen. Dieses wird später thematisiert werden.

 

Nehmen wir einmal an, Sie haben für Ihren Studiengang die richtigen Ziele erarbeitet und festgelegt.

Über die Bedeutung von Zielen für einen Studiengang, die Zielgruppen des Studiengangs und den Prozess der Zielfindung hatte ich im März 2011 hier, hier und hier bereits geschrieben.

Kommunizieren Sie diese Ziele auch richtig und sprechen Sie Ihre Zielgruppen richtig an?

Wichtige Zielgruppen sind Jugendliche vor dem Abitur und Bachelorstudenten als Quellen für Bewerber um einen Studienplatz und die Wirtschaft als Abnehmer für die Absolventen des Studiengangs.

Die zu kommunizierenden Inhalte fnden Sie größtenteils im Selbstbericht und dem Modulhandbuch, die Sie für die Akkreditierung des Studiengangs erstellt haben.

Wer übernimmt die handwerkliche Aufbereitung dieser Informationen, so dass die Zielgruppen richtig angesprochen werden?

Häufig gibt es eine Abteilung für Hochschulmarketing, die aber nicht für einzelne Studiengänge zuständig ist. Auf der Ebene des Studiengangs gibt keine Marketingstelle und kein Marketingbudget.

Daher muss das Marketing des Studiengangs mit den vorhandenen Mitteln geleistet werden.

Nutzen Sie die für Akkreditierungsvorhaben erstellten Inhalte und bereiten Sie die zielgruppengerecht auf!

 

Ihr Studiengang ist akkreditiert. Dazu haben Sie umfangreiche Dokumente, wie den Selbstbericht und das Modulhandbuch erstellt.

Für jedes Modul und seine Lehrveranstaltungen haben Sie Angaben gemacht, welche Arbeitsbelastung (Workload) gefordert werden.

Aber sind diese Angaben realistisch?

Nach der Akkreditierung ist vor der Akkreditierung!

Befragen Sie die Studierenden, welche Arbeitsbelastungen tatsächlich entstehen. Es gibt immer Ausreisser!

Wir helfen Ihnen, Studiengänge zu verbessern, in dem wir mit externem Sachverstand und mit Befragungen der Betroffenen objektiv feststellen, welcher Workload in welchem Modul und im gesamten Studiengang zu leisten ist.

 

Wie kann ich die Arbeitsbelastung eines Fernstudiums einschätzen?

Fernstudiengänge unterscheiden sich in folgenden Punkten wesentlich von Präsenzstudiengängen:

  • Die Präsenzzeiten finden häufig als Blockveranstaltungen statt. Die Angabe als Semesterwochenstunde, SWS ist wenig aussagekräftig.
  • Der Anteil des Selbststudiums ist höher als als bei Präsenzstudiengängen. Studierende, die häufig berufsbegleitend studieren, müssen und wollen stärker selbstgesteuert arbeiten.
  • Beim Einsatz von E-Learning ist die Zuordnung zu Präsenzzeit und Selbststudium nicht immer eindeutig: Synchrone Lehrveranstaltungen (z.B. Webinare) sind sicherlich als Präsenzzeiten einzuordnen, während das asynchrone Ansehen einer Aufzeichnung (z.B. Videopodcast) eher den Charakter des Selbststudiums hat.

Modulhandbücher für Fernstudiengänge müssen also detaillierter darauf eingehen, wie das Selbststudium organisiert ist und welche Leistungen bzw. welche Arbeitsbelastung erwartet werden.

© 2011 Capital-Gain Consultants Suffusion theme by Sayontan Sinha